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handbike tours

Schoenes Herbstwetter seit drei, vier Tagen, aber es stand mir einfach nie genug  Zeit, um Kajaken zu gehen, zur Verfügung. Wassertemperatur See nur noch knapp 15 Grad, Limmat noch knapp 13 Grad Celsius – wegen meiner behinderungs-bedingten Einschraenkungen wird der Aufwand, bis ich das Kajak auf dem Wasser habe, einfach zu gross. Denn ich muss ja das Kajak, auf dem Rasen sitzend und rutschend, bis zum Wasser schleifen. Im Sommer kein Problem, aber wenn der Boden feucht und/oder kalt ist, wird das ungemuetlich.

Stattdessen habe ich in den letzten Tagen immerhin zwei kleinere Handbike-Touren gemacht (das ist etwas weniger aufwendig).

picture wheelchairnet.org

Bei der ersten, dem See entlang, konnte ich leider nur die Hinfahrt via Sports-Tracker aufnehmen, da der Akku des Mobiles vor der Rueckfahrt schlapp machte.

http://www.sports-tracker.com/#/workout/DeGu/77dbua8lnlnvjr1n

Seepromenade Utoquai

Lake Zuerich with Saffa-Insel

Nachdem ich gestern einen kleinen Eingriff  mit Lokalanaesthesie hatte, und darum noch etwas laediert bin, kam auch heute nichts Grosses in Frage. Diesmal ein Stueck der Limmat entlang. Wirklich mildes Herbst-Wetter, aber zu viele Leute, um zuegig fahren zu koennen. Daher Spazierfahrt in sehr gemaechlichem Tempo.

http://www.sports-tracker.com/#/workout/DeGu/fq0nc7krqf04gi4v

river Limmat with Landesmuseum

These autumn days would be perfect for kayak tours, but the lower water-temperatures make kayaking a little too laborious and time-consuming for me, because of my limitations. And my free time was also limited these days, so I went only for short handbike-tours. But always trying to remain near the water – the first ride near the lake (tracker recorded only one way and not the journey back), second ride near the river Limmat. I couldn’t go fast, I had to be very careful, as there were lots and lots of walkers,  prams and bicycles on the lanes. 

Badi Utoquai

Gestern nach der Arbeit hat es (natuerlich) nicht fürs Kajaken gereicht, aber zumindest bin ich mit dem Handbike  zur Badi Utoquai (“meine” Badi ist leider seit gestern schon geschlossen) geradelt. Das Schwimmen im 19 Grad warmen Wasser war richtig angenehm – erfrischend, aber es brauchte keine Ueberwindung, um ins Wasser zu steigen.

Die Badeanstalt Utoquai ist etwas ganz Besonderes: ein gepflegtes altes Holzbad, direkt an der Seepromenade, mit geschlechtergetrennten Abteilen – und einem gemeinsamen Bereich in der Mitte.

Badi Utoquai

Yesterday after work I went (with my handbike) to the Utoquai baths, a really nice old wooden construction. Water temperature was fantastic! There will not be many other occasions to swim in the lake this year…

Land statt Wasser

Wie im letzten Beitrag erwaehnt, bin ich fuer knapp zwei Wochen in Deutschland. Einer der Gründe fuer den Aufenthalt: ich ueberlege mir schon einige Zeit, ein Vorspannbike anzuschaffen, am liebsten eines mit Elektrounterstuetzung. Dort wo ich wohne, gibt es ja kaum flache Strecken, ausser rund um den See herum, dafuer muss man aber mehrheitlich dort fahren, wo auch Autos fahren. Diese Strecke kommt eigentlich nur am Sonntag morgen in Betracht, wenn es wenig Verkehr hat. Und wenn ich mal eine andere Strecke fahren will, muss ich halt jeweils das Bike ins Auto laden, das funktioniert zwar ganz gut, bedeutet aber doch einen gewissen Aufwand. Einfach mal los fahren, von zu Hause aus, das waere schon schoen. Und nicht gross ueberlegen muessen, ob ich jetzt eine bestimmte Steigung schaffe oder nicht – respektive wie geschafft ich selbst dann sein werde…

Ausserdem kann ich mit meinem jetzigen Bike unterwegs nicht mal kurz einkaufen gehen oder ein Museum oder eine Veranstaltung besuchen – denn ich habe ja keinen Rollstuhl dabei, wenn ich mit dem  Bike unterwegs bin. Mit einem Vorspannbike, wie auf dem Foto, waere das jedoch gut moeglich, weil das abgekoppelt werden kann.

my wheelchair connected to adaptive bike (with bionX)

Da diese Dinger aber unglaublich teuer sind, will ein solcher Kauf gut ueberlegt und abgeklaert sein. Auch hoffe ich etwas guenstiger wegzukommen, wenn ich beim Hersteller einkaufe, da ich ja (leider) die Kosten dafuer selber uebernehmen muss. Ich habe bisher zwei (geeignete) Modelle getestet, dafuer muss jeweils zuerst das Rad mit der Elektrounterstuetzung  an meinen Rollstuhl angepasst werden, was Einiges an Montagearbeit bedeutet.

Ausserdem sollte ich demnaechst auch einen neuen Rollstuhl bestellen, und dafuer braucht es ebenfalls sorgfaeltige Abklaerung, die in meinem Fall zu Hause  nur bedingt moeglich ist. Da traf es sich gut, dass am vergangenen Mittwoch hier in Lobbach eine kleine Austellung verschiedener Rollstuhl- und Bikehersteller stattfand. Nuetzlich sind oft auch Gespraeche mit anderen Rollstuhlfahrern.

Natuerlich denke ich bei dem jetzigen schoenen Wetter daran, wie schoen es waere, jetzt auf dem Wasser zu sein. Leider ist ja die Paddelsaison in unseren Breitengraden, zumindest fuer mich, mit meinen Einschraenkungen, relativ kurz, etwa von Mai bis Oktober. Und fuer den Rest der Zeit moechte ich aber auch Moeglichkeiten zur selbstaendigen und lustvollen Fortbewegung. Darum investiere ich halt nun einen Teil meiner Ferien, um diese Fragen abzuklaeren.

Der zweite Grund des Aufenthalts in Deutschland: ich bin ja seit dem Unfall im November nur noch im Rollstuhl. Darum muss ich lernen, den Rollstuhl noch besser zu beherrschen – und bewusst genügend Ausgleich zum ständigen Sitzen zu machen. In der Mobilitaetswoche in der Sauerstiftung geht es um verschiedene Aspekte der Fortbewegung im Rollstuhl. Schwellen und Neigungen koennen ja rechte Hindernisse darstellen, wenn man im Rollstuhl ist. Wir lernen hier Techniken, wie man diese Hindernisse am besten ueberwindet – und wie man gleichzeitig dafuer sorgt, die belasteten Gelenke (Schultern, Ellbogen, Handgelenke) in moeglichst gutem Zustand zu erhalten. Dafuer gibt es Gymnastik- und Schwimm-, sowie Ausdauer- und Krafttrainings; das Ganze ist – aus verschiedenen Gruenden – zeitweise intensiver als mir lieb ist. Zum Einen bin ich die einzige Frau im Rollstuhl (die beiden anderen Frauen der Gruppe sind Fussgaengerinnen, Partnerinnen von zwei der Maenner), zum Anderen wuerde ich persoenlich ja einen etwas sanfteren Zugang zu den Gymnastikuebungen waehlen, so wie ich es z.B. aus den Feldenkrais-Uebungen kenne. Aber es gibt immer doch wieder gute Anregungen, sei es direkt vom Trainer, sei es im Gespraech mit den anderen Rollstuhlfahrern.

Two weeks in Germany, testing adaptive bikes and participating to a mobility training at the Sauer-Stiftung in Lobbach. Very intensive daily routines (the three other wheelchair users are men, I’m the only woman), but I hope to be able to apply what I’ve learned at home, in normal life.

wieder auf dem Festland – Rueckblick Elba

Gestern habe ich mit meinem Auto, per Faehre, von Portoferraio nach Piombino uebergesetzt, zurueck auf den Kontinent, wie die Elbaner sagen. Zwar war das Packen und Einladen eher einfacher als auch schon – ich bin jetzt allein im Auto; aber der Abschied von Elba fiel mir richtig schwer. Dieser Abschied bedeutet ja auch, dass ich schon fast auf dem Heimweg bin. Zwar werde ich voraussichtlich erst am 24. September wieder zu Hause sein, aber jedenfalls ist nun deutlich mehr als Halbzeit der Italienreise. Immerhin werde ich am kommenden Wochenende nochmals auf dem Meer paddeln koennen. Aber anschliessend schmecken mein Kajak und ich fuer einige Zeit kein Meerwasser mehr. Einen Urlaub im September werde ich so schnell nicht wieder bekommen… Die vergangenen 12 Tage haben mir, in vielerlei Hinsicht, wunderbare Erfahrungen gebracht. Wir hatten Glueck mit dem Wetter: fast immer schien die Sonne, das Wasser in den verschiedenen Buchten hatte angenehme Temperaturen. Geregnet hat es nur zweimal kurz. Wind gab es immer wieder, vor allem Scirocco, aber nie so heftig, dass es mit dem Kajak richtig unangenehm gewesen waere. Paddeln konnte ich also jeden Tag, und es ging von Anfang an besser, als ich manchmal befuerchtet hatte. Immerhin bin ich ja bei Wellengang wirklich handicapiert, zudem ist mein leichtes Boot nicht unbedingt einfach zu fahren. Gaudenzio ist aber ein so hervorragender Kajaklehrer, dass ich mich immer wieder ohne Angst an meine Grenzen herantasten konnte. Zudem waren alle Leute in den Kursen und Exkursionen, die ich mitgemacht habe, Italiener und erst noch durchs Band sympathische, im Alter zwischen 30 und 65 Jahren. Ich habe aussergewoehnlich viele nette Bekanntschaften gemacht, mein Italienisch gepflegt, abends meist Antipasti und/oder Fisch unter freiem Himmel genossen (fast ausnahmslos gut bis sehr gut, und das bei absolut guenstigen Preisen).

                                     

pesce spada – grilled fish

Ich habe tatsaechlich mein Auto von der Ankunft im Hotel in Marciana Marina bis zur Abfahrt vom Hotel nicht einmal in Bewegung gesetzt. Und bin trotzdem an recht viele Orte auf Elba gekommen, sei das per Kajak, oder per Auto beim Transport zu den (drei) groesseren Exkursionen. Einmal hat uns Gaudenzio, im Anschluss an eine Kajaktour, noch nach Capoliveri gebracht, ein etwas erhoeht liegender Ort, von dem aus man eine fantastische Sicht aufs Meer hat.

piazza Capoliveri

view from Capoliveri

Ich habe also wahrend fast zwei Wochen, von morgens bis abends, nur gepaddelt, geschwommen, mich mit Italienern – aus verschiedenen Regionen (Roma, Firenze, Milano) – unterhalten und fein gegessen. Das Schlafen kam nicht zu kurz, allerdings etwas versetzt zum normalen Rhythmus, meist von Mitternacht bis kurz nach sieben Uhr. Dank der vielen Bewegung im und auf dem Wasser ging es mir auch koerperlich meist gut, jedenfalls besser als haeufig im Alltag; obwohl gewisse Dinge ja durchaus anstrengend und schweisstreibend waren, zum Beispiel das An- und Ausziehen der Kajakausruestung, das taegliche Ausspuelen der gesamten Ausruestung (Salzwasser) etc. Die Tage waren recht ausgefuellt, auch wenn ich ja in dieser Zeit nur selten und kurz Blog geschrieben habe, zum Leidwesen einiger Leser…

Nun bin ich fuer 2.5 Tage in Bibbona an der Costa Etrusca, in einem 4-Sterne Hotel. Eine schoene Gartenanlage, Zugang zu einem “privaten” Strandteil, einige wenige behindertengerechte Zimmer, hilfsbereites Personal – aber es ist unpersoenlicher als bisher, es hat viel weniger Italiener als bisher. Dafuer jede Menge Schweizer und Deutsche – ich muss gestehen, ich rede mit dem Personal nur Italienisch und gebe mich nicht jedem Schweizer gleich zu erkennen. Es geht gegen das Saisonende zu, das heisst ausser dem Hotel ist fast Alles geschlossen in der Umgebung. So habe ich gestern Abend das Nachtessen, per Halbpension, im grossen Speiserestaurant des Hotels zu mir genommen. In einem gewissen Sinn sogar amuesant, aber nicht wirklich angenehm. Es gibt doch wirklich (auch junge) Paare, die sich im Urlaub bei jeder Mahlzeit einfach anschweigen, und das Essen mit grimmiger Miene in sich hinein schaufeln… (Nachtrag: an einem solchen Ort bin ich, als Alleinreisende, vermutlich exotischer als in den Kajakkursen als Einbeinige!!) Dennoch:  die Halbpension (was ich eigentlich nicht so mag) ist in diesem Fall praktisch, ich muss abends nicht noch ein paar Ortschaften weiter fahren und ein Restaurant suchen…

Immerhin komme ich hier endlich wieder etwas zum Handbiken, auf den Landstrassen zwischen den Ortschaften ist das jetzt, wo die Hauptsaison vorbei ist,  ziemlich gut moeglich. Auch die Hitze haelt sich in Grenzen.

Der Strand hier ist uebrigens schoen, ein langer, nicht allzu breiter, Sandstrand mit recht feinem Sand (da ich ja nicht den Strand entlang laufen kann, bringt dies mir aber wenig). Das Wasser auf Elba war jedoch viel klarer (und interessanterweise auch weniger salzig).

beach Marina di Bibbona

For time reasons I’m not able to translate all the text above; let me just say that I’m back on the continent and that it really was not easy to leave the isle of Elba after these 12 fantastic days. I spent these days kayaking, swimming, making friends with a lot of nice Italian women and men, and last but not least, eating antipasti, pasta and fish….

My kayak skills (including the Eskimo roll) have clearly grown, thanks to Gaudenzio, who is an exceptional teacher. I hope to come back, as soon as possible, for some more kayaking!

Serpiano – Lago d’Iseo – Lucignano

Schoenes Wetter haben wir ja in dieser ersten Etappe der Reise; all die Sonnentage, die wir im Juli vermisst haben, scheinen sich fuer unsere Reise zurueck gehalten zu haben… In Serpiano (1. Uebernachtung) durfte ich den Ceresio, den ich ja erst kuerzlich per Kajak erkundet habe, von oben bestaunen und mich an einige Stationen der Tour erinnern:

Ceresio lake, view from Serpiano

Den Lago d’Iseo kannte ich noch nicht, kleiner als der Gardasee hat er dennoch Einiges zu bieten: wenig verbaute Ufer, angenehm kuehles Wasser (bei den hochsommerlichen Temperaturen sehr erwuenscht), und vor allem eine grosse bewaldete Insel – die “groesste Seeinsel Europas”, Monte Isola genannt. Wir sind mit der Faehre dorthin und haben mit Velo, respektive Handbike, die ganze Insel umrundet. Die Steigungen waren mit dem Bike gerade noch machbar – und nach etwa der Haelfte des Weges haben wir eine wirklich schoene Stelle zum Baden gefunden (Parco pubblico).

Monte Isola, lake Iseo

Autofahrt von Iseo nach Lucignano, bei Arezzo: laut Googlemaps etwa 4 bis 5 Stunden. Die Fahrt nahm aber deutlich mehr als 6 Stunden in Anspruch (Fahrerin und  Beifahrerin wurden ziemlich strapaziert), bei Temperaturen von 33 bis fast 38 Grad! Da half auch die Klimaanlage nicht wirklich … Wie es so geht auf Reisen mit dem Rollstuhl, gab es am Schluss dieses anstrengenden Tages noch eine unliebsame Ueberraschung (nicht das Hotel, das ist sehr angenehm) – der Schlauch in einem meiner Rollstuhlreifen platzte und somit war mein Rollstuhl – voruebergehend – nicht zu brauchen. Immerhin gab es im Hotel Scooter, zum Ueberbruecken besser als nichts. Nach dem Abendessen wollte ich jedoch nur noch ins Bett, die Loesung fuers Rollstuhlproblem wurde auf heute verschoben (sie ist inzwischen in Sicht).

Nun sind wir also mitten in der Toscana, in der Naehe von Lucignano. Die Ortschaft habe ich (da ja mein Rolli nicht zur Verfuegung steht) noch nicht gesehen, aber das werde ich in den naechsten Tagen hoffentlich nachholen, hier schon einmal ein Luftbild:

Lucignano, aerial view

Da es auch heute noch heiss bis sehr heiss ist, habe ich zuerst das Bike aus dem Auto geladen –  damit nicht noch mehr Schlaeuche platzen. Und das Auto werde ich  auch noch umparkieren muessen, damit das Kajak keinen Schaden leidet. Am angenehmsten ist es natuerlich in den (sehr schoenen) piscine.

the two pools

As the Internet connections were bad these last days, I’ve not been able to write new posts lately. Just a few informations: I’m on the road for Elba, travelling through Tuscany, from Serpiano to Iseo and then to Lucignano near Arezzo. We have had a lot of sunshine these days, it’s rather hot (mostly 35 degree Celsius). Yesterday the inner tube of  one tire in my wheelchair burst. This meant nearly one day without wheelchair – a pretty mess after an exhausting day on the road! But the people in the hotel were helpful.


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