Posts Tagged 'car'

… in retrospect

Vor gut anderthalb Jahren beschloss ich, nachdem ich waehrend Monaten getraeumt und recherchiert hatte, mir noch mal ein Kajak anzuschaffen, um das Paddeln wieder ernsthaft(er) zu betreiben. In Anbetracht meiner Behinderung und vor allem der zunehmenden Einschränkungen durch diese, war zunaechst einmal völlig offen, ob und wie genau das gelingen wuerde. Wildwasser (WW) kam nicht mehr (oder kaum noch) in Frage, da man mit dem Rollstuhl ja schlecht ans WW kommt. Und reine Tourenkajaks finde ich ein bisschen traege und langweilig, daher sollte es ein Seekajak sein. Welches Kajak aber in Frage kommen koennte, wie ich das Kajak einrichten wuerde (um einigermassen stabil zu sitzen), respektive, wer die Einbauten ausfuehren wuerde, all das war unklar. Ich musste grosse Ausgaben machen, ohne Sicherheit, ob und wie es wirklich klappen wuerde. Eine zweite Frage war, ob ich einen Platz finden wuerde, von dem aus ich wirklich selbstaendig paddeln gehen koennte. Vor etwas mehr als einem Jahr, Mitte April 2011, kam dann mein Pilgrim aus UK und Ende April war ich ein erstes Mal auf dem Wasser, bei niedriger Wassertemperatur und noch ohne Einbauten. Seither habe ich allerlei Touren mit dem Boot gemacht, und dank meines (ausserordentlichen) fünfwöchigen Urlaubs in Italien im September 2011, auch das Kajaken auf dem Meer kennen gelernt (als ehemalige Wildwasserfahrerin kannte ich ja nur Fluesse). Unter “normalen” Bedingungen (ohne allzu viel Wind und entsprechenden Wellengang), bin ich ich eigentlich (wieder) recht sicher geworden. Das Ein-und Ausbooten stellt die groesste Huerde dar, aber von meinem Trockenplatz aus schaffe ich das einigermassen gut allein, und sonst bin ich ja meist mit Leuten unterwegs, die kurz helfen koennen. Da der Trockenplatz recht exponiert und das Boot dem Wetter ungeschuetzt ausgesetzt ist, muss ich das Kajak, mindestens im Winter, in die Garage nehmen. Aber immerhin, viele der vor einem Jahr noch offenen Fragen, sind inzwischen positiv beantwortet worden! Und ich war nun schon einige Male mit Auto und Boot unterwegs, was ungefaehr wie auf dem Bild unten wirken duerfte.

(author: thatwhichisgood). Almost as when I’m on the road with kayak, bike, car – and  wheelchair …

Was  nicht geloest ist: ich kann das Boot nicht allein Auf- und Abladen. Wenn ich mit Leuten auf einer Tour bin, ist das ja kein grosses Problem. Aber damit ich mich einer Gruppe anschliessen kann, muss ja zuerst einmal das Boot aufs Autodach gelangen, und dafuer muss ich jedes Mal jemanden organisieren. Zwar sind mein Sohn und einer meiner Freunde, der ebenfalls paddelt, hilfsbereit, aber beide wohnen leider nicht gerade um die Ecke, muessen also jeweils extra anreisen. Das Aufladen ist an sich eine Sache von knapp 10 Minuten, aber dafuer muessen sie beide fast eine halbe Stunde Anfahrt auf sich nehmen! Meist versuchen wir das zu kombinieren, mit einem Abendessen oder einem Treffen, aber das passt halt nicht immer.

Schoen waere, wenn es hier in Zuerich einen Seekajak-Club mit Infrastruktur gaebe, oder mindestens eine Gruppe von juengeren und aelteren Leuten, die regelmaessig auf den See gehen. Leider sieht es nicht so aus, als gaebe es das in naechster Zeit.

Looking back at the end of 2010, when I decided to give it a serious try with seakayaking, there were a lot of open questions: which kayak could be suited for me, how to build the fittings I needed, where to launch my kayak on the lake, and if I would be able to regain a part of my paddling skills etc.

Not all problems are solved, but since june 2011 I’ve been, with great pleasure, on several tours, on lakes in Switzerland and on the Mediterranean sea. One of the remaining problems is evidently putting the kayak on the car roof

Advertisements

Serpiano – Lago d’Iseo – Lucignano

Schoenes Wetter haben wir ja in dieser ersten Etappe der Reise; all die Sonnentage, die wir im Juli vermisst haben, scheinen sich fuer unsere Reise zurueck gehalten zu haben… In Serpiano (1. Uebernachtung) durfte ich den Ceresio, den ich ja erst kuerzlich per Kajak erkundet habe, von oben bestaunen und mich an einige Stationen der Tour erinnern:

Ceresio lake, view from Serpiano

Den Lago d’Iseo kannte ich noch nicht, kleiner als der Gardasee hat er dennoch Einiges zu bieten: wenig verbaute Ufer, angenehm kuehles Wasser (bei den hochsommerlichen Temperaturen sehr erwuenscht), und vor allem eine grosse bewaldete Insel – die “groesste Seeinsel Europas”, Monte Isola genannt. Wir sind mit der Faehre dorthin und haben mit Velo, respektive Handbike, die ganze Insel umrundet. Die Steigungen waren mit dem Bike gerade noch machbar – und nach etwa der Haelfte des Weges haben wir eine wirklich schoene Stelle zum Baden gefunden (Parco pubblico).

Monte Isola, lake Iseo

Autofahrt von Iseo nach Lucignano, bei Arezzo: laut Googlemaps etwa 4 bis 5 Stunden. Die Fahrt nahm aber deutlich mehr als 6 Stunden in Anspruch (Fahrerin und  Beifahrerin wurden ziemlich strapaziert), bei Temperaturen von 33 bis fast 38 Grad! Da half auch die Klimaanlage nicht wirklich … Wie es so geht auf Reisen mit dem Rollstuhl, gab es am Schluss dieses anstrengenden Tages noch eine unliebsame Ueberraschung (nicht das Hotel, das ist sehr angenehm) – der Schlauch in einem meiner Rollstuhlreifen platzte und somit war mein Rollstuhl – voruebergehend – nicht zu brauchen. Immerhin gab es im Hotel Scooter, zum Ueberbruecken besser als nichts. Nach dem Abendessen wollte ich jedoch nur noch ins Bett, die Loesung fuers Rollstuhlproblem wurde auf heute verschoben (sie ist inzwischen in Sicht).

Nun sind wir also mitten in der Toscana, in der Naehe von Lucignano. Die Ortschaft habe ich (da ja mein Rolli nicht zur Verfuegung steht) noch nicht gesehen, aber das werde ich in den naechsten Tagen hoffentlich nachholen, hier schon einmal ein Luftbild:

Lucignano, aerial view

Da es auch heute noch heiss bis sehr heiss ist, habe ich zuerst das Bike aus dem Auto geladen –  damit nicht noch mehr Schlaeuche platzen. Und das Auto werde ich  auch noch umparkieren muessen, damit das Kajak keinen Schaden leidet. Am angenehmsten ist es natuerlich in den (sehr schoenen) piscine.

the two pools

As the Internet connections were bad these last days, I’ve not been able to write new posts lately. Just a few informations: I’m on the road for Elba, travelling through Tuscany, from Serpiano to Iseo and then to Lucignano near Arezzo. We have had a lot of sunshine these days, it’s rather hot (mostly 35 degree Celsius). Yesterday the inner tube of  one tire in my wheelchair burst. This meant nearly one day without wheelchair – a pretty mess after an exhausting day on the road! But the people in the hotel were helpful.


Email contact

esyned{at}gmx.ch

Blog Stats

  • 20,513 hits

Archive

Enter your email address to receive notifications of new posts by email.

Join 56 other followers