erste Erfahrungen mit dem neuen Bike

Am vergangenen Donnerstag hat mir Gino den neuen Rollstuhl samt Vorspannbike geliefert! Damit kam eine laengere (Vor-) Geschichte zu einem guten “Ende”.  Ich hatte ja schon lange den Wunsch, mir ein solches Bike anzuschaffen. Im Juli 2012 bin ich extra nach Deutschland zur Firma Pro Activ gereist, um abzuklaeren, ob es moeglich waere, das von ihnen produzierte Vorspannbike sowohl an den Rollstuhl als auch an mein altes Liegebike zu montieren. Diese kombinierte Moeglichkeit, die es bei anderen Herstellern nicht gibt, fand ich natuerlich besonders attraktiv (mein Liegebike ist ja schon von dieser Firma).

Ich verzichte hier darauf, alle Hindernisse, Zwischenfaelle und Verzoegerungen aufzuzaehlen, die bei der Bestellung und Anpassung aufgetreten sind (es waren einige) – sicher ist: ich habe die beiden Geraete wirklich lange “erwarten” muessen.

Jedenfalls bin ich nun Besitzerin eines bionX-Vorspannbikes. Hier ein Bild, für jene, die nicht wissen, wie so was aussieht (dieses Vorder-Teil wird mit einer speziellen Vorrichtung an den Rollstuhl angekoppelt):

NJ1e_assistantmy brand-new adaptive bike

Seit Donnerstag habe ich jede Gelegenheit genutzt, die neuen Moeglichkeiten zu erproben. Dass gerade Schulferien sind (auch wenn diese durch eine Reihe von Aufgaben leider schon ziemlich besetzt sind), ist dafuer natuerlich guenstig. Am Freitagmorgen habe ich eine grosse Rundfahrt durch die Stadt gemacht, dabei kam ich auch am Buerkliplatz-Markt  vorbei, wo ich – voellig ungeplant und mit Begeisterung – frisches Gemuese, Brot und verschiedene italienische Spezialitaeten gekauft habe.

Einen Einkaufsbummel auf dem Markt hatte ich schon eine Ewigkeit nicht mehr gemacht, denn mit meinem Liegebike haette ich zwar schon zum Markt gelangen, aber nicht dicht an die Staende heranfahren koennen (oder riskiert, damit alle Leute in der näheren Umgebung zu erschrecken und zu veraergern). Ausserdem sitzt man im Liegebike  so tief unten, dass es sich eher schwierig gestaltet, den Leuten “auf Augenhoehe” zu begegnen.

Am Nachmittag bin ich dem Huegel entlang, auf dem Veloweg, nach Erlenbach gefahren. Am Ende des ersten Tages hatte ich dann (ganz locker) ungefaehr 38 km, mit diversen Hoehenmetern, gemacht .

Am Samstag hat es (wie schon so oft dieses Jahr) fast den ganzen Tag geregnet, gestern Sonntag war es zwar trueb und kuehl, regnete aber nicht. Diesmal wollte ich testen, wie es sich mit der Radstands-Verlaengerung faehrt (diese dient dazu, Steigungen besser zu ueberwinden, sie verhindert, dass das Vorderrad durchdreht). Dafuer bin ich der Zollikerstrasse entlang und die Fluehgasse (ca. 13% Steigung) hoch zum EPI-Restaurant gefahren. Ausgerechnet an dieser Steigung hat mich der Motor dann leider wieder im Stich gelassen (wie schon bei der Anpassung mal); vermutlich muessen die Einstellungen noch (ein weiteres Mal) optimiert werden. Zum Glueck hat mich ein netter Herr (der mich vom Auto aus gesehen hatte) gut 30 m den Huegel hoch gestossen, bis der Motor mich dann wieder unterstützte…

Das Panorama beim EPI-Park ist wirklich schoen. Im Bild sieht man die Aussicht, leicht unterhalb des Restaurants, bei der Gaertnerei. Es ist zwar “nur” ein Selbstbedienungsrestaurant, aber die Kueche ist richtig gut. Ausserdem hat es einen schoenen Wintergarten, der im Sommer geoeffnet wird. Anders als im Bild, schien am Sonntag die Sonne allerdings nicht, es war eher grau.

view from the EPI-Park

Heimwaerts ging es dann ohne Zwischenfaelle, abwaerts muss ich allerdings wesentlich mehr bremsen als mit dem Liegebike.

Heute Morgen: der Himmel schon wieder sehr bedeckt, aber immerhin regnet es nicht. Ich nehme mir ja seit Februar schon vor, die Chagall-Ausstellung im Kunsthaus zu besuchen, bin aber bisher nicht dazu gekommen. Mit dem Auto macht das keinen Spass (die Parkplatzsuche braucht fast mehr Zeit als die Fahrt dorthin), und mit dem Liegebike waere ich ja gar nicht ins Museum rein gekommen.

Also hab ich mich aufgemacht, das Bike angekoppelt und war in einer knappen Viertelstunde im Museum (mit dem Auto haette ich ungefaehr gleich lang gehabt). Das An- und Abkoppeln beherrsche ich mittlerweile  einigermassen, und nach kurzer Zeit war ich, im Rollstuhl, in den Ausstellungsraeumen. Genial, das erweitert meinen Aktionsradius betraechtlich und gibt mir neue Freiheiten!

Hier noch der Link zur (sehenswerten) Ausstellung: http://www.kunsthaus.ch/chagall/index.html

A short summary: I’m happy to have got my new adaptive bike, after months of waiting. Finally! My old handbike is still fine, but I can’t get to a museum or go shopping with the bike, as it is quite long. With the new adaptive bike I simply undock the bike from the wheelchair and go inside the shop or the museum or whatever by wheelchair. The new bike has also electric support, so I’ll be able to go up and down hills without worrying about the steepness.

Per gli amici italiani: l’handbike e la carrozzina, che stavo aspettando da mesi, sono finalmente arrivati! Una gran bella cosa, che mi permette una libertà, che non avevo più da anni e anni!

P.S. Wassertemperatur im Zürichsee;  immerhin schon 14 Grad, im Luganersee 16 Grad Celsius!

Water temperatures are slowly rising, so even if it rains next weekend in Lugano, we will go kayaking!

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1 Response to “erste Erfahrungen mit dem neuen Bike”


  1. 1 Philipp R. 30/04/2013 at 21:02

    Das tönt wunderbar! Schön hats nach so viel hin und her geklappt 🙂


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