Kajak-Lehrgang Bayern

Am vergangenen Wochenende habe ich in Oberschleissheim (bei Muenchen) an einem Lehrgang fuer behinderte Paddler teilgenommen. Da es ja in der Schweiz (noch) kaum etwas Vergleichbares gibt, habe ich die doch eher lange Reise (im Zug) in Angriff genommen – und es hat sich wirklich gelohnt, trotz der (fast) ueblichen Pannen bei der  Zugreise, mit Rollstuhl und Trac (in Muenchen stand, trotz fruehzeitiger Anmeldung, kein Mobilift bereit, bei der Ankunft – und leider auch bei der Abfahrt!), das braucht immer Nerven .

Bevor es am Abend in Oberschleissheim losgehen sollte, habe ich, nach der Ankunft in Muenchen, zuerst einen kleinen Stadtbummel in der Altstadt gemacht und bei Hugendubel (grosse Buchhandlung im Zentrum) im Worldcoffee in Büchern geschmoekert und Apfelkuchen gegessen.

Was hat mir der Lehrgang gebracht: Zum einen habe ich (Danke Bruno!) jetzt eine genauere Vorstellung (und auch schon angepasstes Material) um vielleicht mal ein Mietboot fuer mich einigermassen zu fitten (zur Verbesserung der Sitzstabilitaet wichtig). Das kann nuetzlich sein, um fuer Touren nicht immer mein eigenes Kajak auf dem Autodach mitnehmen zu muessen. Somit waere es in Zukunft denkbar, z.B. in Nord- oder Ostdeutschland, Schweden oder England, in einem Mietboot zu paddeln, ohne die lange Reise mit Auto und Kajak machen zu muessen.

  so gut gefittet, dass ich nicht aussteigen mochte (Foto: U. Zimmermann) – bombproof fitting in this kayak

Zum anderen hatte ich Gelegenheit wieder mal in verschiedenen Booten zu paddeln, z.B. in einem Wildwasserboot, aber auch in Rennbooten, K1 (Kajak Einer) und K2 (Kajak Zweier). Hat richtig Spass gemacht und  alte Erinnerungen geweckt. Ich war selbst ueberrascht, dass ich (sogar ohne geeignetes Fitting) noch relativ gut im Rennboot (Nelo und Neumann) sitze. Natuerlich hatten wir auf der Olympia-Regattastrecke besonders einfache Bedingungen – kaum Wellen und wenig Wind.

an older wooden K2 racing boat (photo: Zimmermann)

Aber auch der Austausch mit anderen Paddlern war anregend, es gibt in Deutschland offensichtlich einige behinderte Paddler (auch in meinem Alter), und vor allem verschiedene Initiativen und Bemühungen, um behinderten Paddlern die Teilnahme an Touren zu ermöglichen und Barrieren bei Bootshaeusern abzubauen. Das sind doch schoene Perspektiven (auch wenn sie fuer mich etwas spaet kommen). Ich kann mir gut vorstellen,  mal an einer der vom BKV (oder DKV) organisierten Touren teilzunehmen, Bodensee waere ideal, weil ich da nicht so weit fahren muesste.

Jedenfalls vielen Dank den Organisatoren und den vielen netten Helfern!

Had an inspiring weekend course for handicapped paddlers at Oberschleissheim (near Munich). We paddled on the Olympic course (1972).  Germany – and especially Bavaria – has done a lot for handicapped paddlers in the last two or three years. They try to abolish barriers (in boat houses and landing docks).

By the way: I met (for the very first time) another paddler, with same year of birth and with similar experiences on whitewater in younger years – he had Polio at age four.

Maybe next year I’ll participate to some of the tours the BKV (Bayerischer Kanuverband) offers!

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