Obersee (lake Zuerich)

Gestern, bei ganz schoenem Wetter, den Obersee, von Schmerikon aus, mit dem Kajak erkundet. Zuerst dem rechten Ufer (Kanton Skt. Gallen) entlang, wo viele Privatgrundstuecke sind, mit Ausnahme von einigen Schilfgürteln (Naturschutzzone); am linken Ufer (Kanton Schwyz) ist es eher bewaldet und unverbaut. Wir fanden auch erst nach der Ueberquerung eine kleine Bucht am linken Ufer, um auszubooten und Picknick-Pause zu machen.

Schmerikon on the Obersee (Lake Zuerich)

Ungefaehrer Verlauf der Tour (Karte von Andreas auf google maps):

http://maps.google.com/maps/ms?msid=205524612065236207998.000449f3f7f27e244b953&msa=0

clicking above you will see a map, our tour was very similar to the one in the map

Ein kurzer Abstecher in einen Seitenkanal des Linthkanal vor dem Ausbooten machte eigentlich Lust auf mehr, lag aber zeitlich nicht drin. Leider (immer noch) kein Fotoapparat dabei, haette gern ein Bild von den vielen Seerosen gemacht und von den verschiedenen Vogelnestern, z.T. bereits mit Jungvoegeln.

Die jungen Blässhuehner (5 in einem Nest) waren ungefaehr in diesem Stadium:

http://www.gelsenwasser.de/fileadmin/images/tierDB/blaesshuhn3.jpg

Hier noch Infos von Wikipedia zur Linth und zum Linthkanal:

Die Linth gilt als Quellfluss der Limmat. Sie ist der grösste Zufluss des Zürichsees, dessen Abfluss die Limmat ist. Früher wurde die Ebene zwischen Näfels, Weesen und Ziegelbrücke regelmässig und mit verheerenden Folgen durch die Linth überschwemmt. Die Bauarbeiten am Projekt Linthkanal wurden 1807 unter der Leitung von Hans Conrad Escher begonnen.  Die Zuflüsse wurden in zwei Kanälen links und rechts des Hauptkanals, den Linth-Seitenkanälen gesammelt, wodurch der Kanal frei von Geschiebe gehalten wird.

Yesterday a 15-km roundtour on the Obersee, starting from Schmerikon, with sunshine and  wind. We saw also a nest with coots. Maybe I’ll be able to write more in-depth in the next few days.

the gift of access

I’ve caught a bad flu, so no sports (again) for the moment. How boring! Instead of paddling (water temperature is also still low at lake Zuerich: 12 degree Celsius) or handbiking  I surfed the Web and found the following video. Not only inspiring, but the idea could be a (partial) solution to my own similar problem(s) – if only I could find someone to do the adaptations…

Ja, es waere schoen, wenn ich in der Schweiz, am besten in Zuerich, tatkraeftige Unterstuetzung in solchen Fragen finden koennte. Immerhin anregend zu sehen, dass es “draussen” in der Welt Andere gibt, die trotz Hindernissen ihrer Kajakleidenschaft nachgehen (genauer gesagt: “nachrollen”). Siehe auch den Link rechts: Birthright. Ich habe allerdings gemischte Gefuehle in Bezug auf das Video – es ist naemlich unnoetig pathetisch (wie es nur zu oft im Umgang mit Behinderung geschieht), zeigt jedoch einige der Hindernisse auf dem Weg zum Wasser (und zum damit verbunden Gefühl von Freiheit) ganz gut auf.

La Spezia – Genova (Cinqueterre)

Vom 28.04. bis und mit 01.05. war ich wieder mit TiK unterwegs in Ligurien. Diesmal waren die Cinqueterre auf dem Programm, eine wunderbare Gelegenheit für mich, diese, mit dem Rollstuhl ziemlich unzugaengliche, Region vom Meer aus zu sehen. Zum Auftakt am Samstag hatten wir optimale Bedingungen, Sonnenschein, wenig Wind und entsprechende ruhige See. Fuenf PaddlerInnen aus Genova und Umgebung, ich selbst aus Zuerich, und unser Tourleiter, Enrico, ebenfalls aus Genova. Für mich das erste Mal  im Boot, nach dem Knochenbruch im November – und nach dem langen Winter.

Geplant waren folgende Etappen:

portovenere (la spezia) – monterosso, ca. 20 km

monterosso – riva trigoso (sestri levante), ca. 20 km

riva trigoso – rapallo, ca. 20 km

rapallo – quinto (genova), ca. 22 km

Fuer Nicht-Kajaker: auf dem Meer kann ein halbwegs geuebter Paddler gut 4-5 km/h zurücklegen, fuer eine Strecke von 20 km braucht man also 4 bis 5 Stunden. Mit einer richtigen Mittagspause ist man so etwa 6 Stunden unterwegs, beruecksichtigt man auch die Vorbereitungen, werden schnell einmal 7 Stunden daraus.

map of the tour

Am Samstag wagten es einige, darunter auch ich, in der Mittagspause im Meer zu baden (Wassertemperatur ca. 15 Grad), so schoen und sonnig war es. An den folgenden drei Tagen hatten wir dann allerdings wenig Glueck; es war kuehl, der Himmel meist grau, und es regnete immer mal wieder. Vor allem aber war das Meer bewegt bis sehr bewegt. Die zweite Etappe, von Sestri Levante bis Rapallo mussten wir daher streichen. Stattdessen uebten wir zwei Stunden in den Wellen (Stuetzen, Kanten, Surfen), am Strand von Riva Trigoso. Dort erwischte es mich dann leider, eine seitliche Welle brachte mich nullkommanichts aus dem Gleichgewicht. Ich hatte weniger Glueck als letztes Jahr im September in Rapallo (unter aehnlichen Bedingungen), musste “aussteigen” und 200-300 m an Land schwimmen; ein Wiedereinstieg unter diesen Bedingungen waere vermutlich sehr anstrengend geworden (auch weil meine Beweglichkeit nach dem Unfall – immer noch – reduziert ist). Immerhin konnten wir die restlichen beiden Etappen – trotz Regen – wie geplant bewaeltigen, am letzten Tag booteten wir jedoch schon in Recco (statt in Quinto) aus, da es bei stroemendem Regen, und mit eingeschraenkter Sicht auf die Kueste, wenig(er) Spass machte und wir die Boote auch moeglichst früh auf die beiden Autos laden wollten.

Hier ein kleines Video zu unserer Tour (Grazie Enrico!).

Tipp: Die Lautstaerke kann (beim Lautsprecherzeichen) verringert werden.

Ein echte Entdeckung war eine unserer Unterkuenfte: oberhalb von Rapallo auf einem Hügel gelegen, und per kleiner Seilbahn zu erreichen: Hotel Montallegro (neben dem Santuario) Angenehme und gepflegte Zimmer (auch fuer Rollstuhlfahrer), ausgezeichnetes ligurisches Essen, sehr nette Fuehrung. Hier die Sicht vom Hügel auf die Bucht:

view from Montallegro (Rapallo)

Natuerlich war der Aufwand (Packen, Kajak aufs Autodach, Autofahrten) fuer die vier Tage auf dem Meer ziemlich hoch – andererseits bin ich wieder an Orte gekommen, an die ich ohne Kajak gar nicht kaeme…

Just came back from my first tour in 2012.  The Cinqueterre in Liguria, again with TiKayak. Nearly everything was fine, but for the weather: on days 2, 3 and 4 we had rain and waves … The first day conditions were excellent, we even could take a swim at noon (water temperature 15 degree Celsius). I was happy to be able to paddle, even though unfortunately I still have some physical limitations, after the November accident. Thanks and greetings to all the group! Grazie amici!

bald Frühling? spring is in the air!

Nach einem langen und (in Zürich und anderswo) ungewöhnlich kalten Winter werden die Tage endlich länger – und wärmer. Zwar leide ich noch an den Folgen meines Unfalls, aber ich plane trotzdem wieder einige Kajaktouren. Noch hängt das Boot, leicht verstaubt, unter der Garagendecke. Ich hoffe sehr, demnächst werden es die Temperaturen erlauben, dass auch ich mich wieder aufs Wasser wage, zuerst mal auf dem Zürichsee. Die Wassertemperatur des Sees liegt vorläufig noch bei 6 Grad Celsius, aber wenn es keinen Schnee und Frost mehr gibt, dürften die Temperaturen bald steigen. Ende April werde ich mit TiKayak auch wieder in Ligurien paddeln. Darauf freue ich mich sehr!!

This winter was awfully long for me, and I’m still suffering the aftermaths of my tumble with fracture in november. For months I couldn’t do any sports and I’ve been mor or less confined to the house, working and reading. But here I am, planning again kayak tours for 2012. I’m anxious especially for the first tour of the year with Tikayak in Liguria – from Genova to La Spezia at the end of april. Will I be able to paddle (and enjoy) as much as last year?? As the temperature of the is still 6 degree Celsius, I’ve to wait some more weeks before I can adventure myself on the Lake Zuerich, even if I would like to have a little workout.

Agli amici italiani: a presto in Liguria!

merry Christmas and happy New Year

As you could notice, this blog is in “hibernation” for some time – probably I’ll resume posting only in april 2012. In October, we had some splendid autumn days and I went several times on the lake Zuerich with my kayak. But then I had resumed working and didn’t find enough time for blogging.  Since November the water temperature is under 10 degrees in the lake, so bringing the boat into water and paddling  would be rather laborious for me,  due to my handicap. But moreover I had a misadventure a month ago (not doing any anything dangerous, simply walking with crutches), I slipped unfortunately and my pubic bone resulted broken; this means no sports for not less than two or even three months!

No kayaking on the water for the moment, but nothing can keep me from kayaking virtually. The kayak is resting in my garage, but I am preparing tours for the next season.

Many thanks for following my blog – let’s hope to meet again next year! Best wishes for 2012!

Buone feste anche a tutti gli amici italiani – e arrivederci sull’acqua in 2012!

Genova – San Genesio – Verbania

Es gaebe, auch von dieser (letzten) Etappe meiner Reise, Einiges zu erzaehlen. Da ich aber am letzten Tag nicht allzu viel Zeit vor dem Computer verbringen moechte, werde ich mich auf ein paar Dinge beschraenken (die ich spaeter noch ergaenzen werde). Claudia aus Genova (die ich anfangs August auf der Kajaktour im Engadin kennen gelernt hatte), hat mich an zwei Nachmittagen und Abenden durch Genova begleitet. Da sie sich, als eine der vielen (!) arbeitslosen Akademiker in Italien, aktuell auf Pruefungen als Fremdenverkehrsfuehrerin vorbereitet, hatte ich in ihr eine Top-Begleitung.

Wer Interesse an Genova hat, findet auf folgendem Link Infos: arte e cultura Genova (Grazie, Claudia!)

Mit Claudia, Enrico, und Freunden von ihnen, am Montagabend bei Eataly (centro enogastronomico dedicato ai cibi e alle bevande di alta qualità) Genova gegessen  – hervorragend und zu einem sehr akzeptablen Preis – ausserdem durch die grossen Fenster eine wunderbare Sicht auf den “porto antico” von Genova, mit dem “Bigo” von Renzo Piano:

Bigo (by Renzo Piano) at the old port

Nach der letzten Kajaktour am Dienstagabend, von Genova-Quinto nach Nervi und ein gutes Stueck darueber hinaus (und zurueck natuerlich), wurden wir (nach dem Aufladen meines Kajaks) noch zu einem Couscous bei Luisa & Paolo (sie paddeln beide und wohnen in Quinto selbst) eingeladen. Nach diesem “Abschiedsessen” fiel es mir nicht so leicht am naechsten Morgen die letzte Reise-Etappe in Angriff zu nehmen, im Wissen, dass ich länger nicht mehr auf dem Meer, mit diesen neuen Freunden, paddeln werde. Die letzten drei Tage der Reise werde ich sicher allein unterwegs sein (bisher bin ich ja, entgegen den urspruenglichen Aussichten, kaum je allein gewesen).

Der einzige Misston beim Aufenthalt in Genova war das Hotel. Ausserhalb von Genova, lag es  neben einem wirklich schoenen Park (und war auch strategisch guenstig gelegen, in der Naehe des Wohnorts von Enrico). Bei dem stolzen Preis fuer die Uebernachtung war das Zimmer jedoch nichts Besonderes, der Service eher schwach, und das Fruehstueck sehr bescheiden…

Das kleine Hotel in San Genesio ed Uniti (Naehe Certosa di Pavia) hingegen war zwar nur sehr bedingt rollstuhlgaengig, aber der Besitzer war so hilfsbereit, dass ich trotzdem ganz gut zurechtkam. Kleiner Wermutstropfen: seit ich in der Po-Ebene bin, habe ich unzaehlige Insektenstiche, am ganzen Koerper, einstecken muessen, verursacht durch die “zanzare tigre” …

Und nun zu allerletzt in Verbania, am Lago Maggiore, italienische Seite, in einem B&B. Kleines, aber voellig rollstuhlgaengiges Zimmer (der sehr sympathische Besitzer ist selbst im Rollstuhl – und unterrichtet ebenfalls an einem Gymnasium). Heute Morgen den botanischen Garten von Villa Taranto besucht. Wegen der fortgeschrittenen Saison relativ wenige Besucher und darum besonders angenehm und ruhig.

Villa Taranto

Somit bin ich in den vergangenen Tagen von Ligurien (Genova) ueber die Lombardei (San Genesio) ins Piemont (Verbania) gereist. Im Piemont klingt es (sprachlich) schon fast wie im Tessin.

Morgen gehts, vermutlich ueber den Gotthard, nach Hause.

Sadly these are the last few hours of my “sabbatical” month. It has been a fantastic month, with and without the kayak. Due to the kayaking I had a lot of contact with (interesting and really nice) italian people. Thanks to all of you!

Grazie a tutti!

calm sea – rough sea

Wie schon berichtet, fand am letzten Samstag die Portofino-Tour (Rapallo – San Fruttuoso) statt. Auf dieser Tour gab es zwar durchaus Wellen und Wind, aber mehrheitlich war das Meer ruhig, nur kleinere Wellen. Für den Sonntag war eigentlich noch eine Tour in der entgegengesetzten Richtung vorgesehen. Allerdings war das Wetter (ausnahmsweise auf meiner Reise) wirklich schlecht – dichte Wolken, Regen, starker Wind – und so beschloss Enrico, der Leiter, im (geschuetzten) Hafen von Rapallo (Kajak-) Technikübungen zu machen. Das war schon einigermassen anspruchsvoll, bei Wind und Regen. Es war nur noch eine kleinere Gruppe, die daran teilnahm, auch ich wollte mir die Gelegenheit zum Ueben nicht entgehen lassen. Nachdem wir alle erfolgreich die Kajaks gestuetzt, gewendet und, so weit als moeglich, “beherrscht” haben, paddelten wir bis zur Hafeneinfahrt (also gar nicht weit) – nur, um eine Ahnung von der Wucht der Wellen zu bekommen. Raus ging es ja noch ziemlich gut (man hat die Wellen vor sich). Als es jedoch darum ging, zu wenden, um zurueck zu paddeln, gab es einen Augenblick, in dem ich ernsthaft dachte, jetzt kippt das Kajak! Die Wellen waren schaetzungsweise (und laut Meteo) so hoch wie ich selbst (1.5m), und kamen in sehr unregelmaessigen Abstaenden. Dank den Anweisungen von Sinsa (Enrico), der mir sofort zurief, was zu tun war (stuetzen, kraeftig paddeln, Kurs halten), kam ich dennoch irgendwie wohlbehalten wieder in den Hafen zurueck. Uff, es war schon eindruecklich, das mal zu erleben – aber ich war  froh, unter diesen Umstaenden keinen Wiedereinstieg machen zu muessen. Das waere mühsam geworden…

Rapallo, wind & wavesme at Rapallo, in the small port

Nur, um eine Vorstellung zu bekommen, hier unten ein Bild, das etwa vergleichbare Wellen zeigt, allerdings bei blauem Himmel; bei uns war der Himmel sehr, sehr, grau und verhangen. Wir selbst hatten weder Zeit noch Energie, um unter diesen Bedingungen noch Fotos zu machen.

rough sea (similar to what we had at Rapallo, but the sky was not blue at all for us)

Gerade als wir wieder im Hafen waren, ging ein richtiger Platzregen los. Wir hatten tatsaechlich genau den richtigen Moment gewaehlt, um wieder in den Hafen rein zu paddeln und aufzuhoeren….

Eigentlich dachte ich ja in diesem Moment, fuer mich sei das nun das letzte Mal – und der Abschied – vom Kajaken auf dem Meer gewesen. Einmal mehr hat mich jedoch Enrico ueberrascht, indem er fuer den Montagabend ein Gruppe seiner Freunde zusammen trommelte, und von Genova-Quinto aus eine wunderbare Tour organisierte, bei Sonnenuntergang (und spiegelglattem Meer). Fantastisch! Er hatte wirklich an Alles gedacht, um mir die Teilnahme zu ermoeglichen – Kajaktransport, Einstieg mit Hilfe, Hocker in der Dusche etc.)

tramonto Quintosunset (at Genova-Quinto)

Tramonto memorabile per la mia partenza da Genova, GRAZIE per tutto, Enrico & Co!!

Let me just write a few words about my kayaking trips around Genova: after more or less calm water on saturday around Portofino (only some scirocco), we had the occasion to have a look at rough water on sunday. We stayed at the port of Rapallo most of the time (but even in this bay we felt the strong wind), recapitulating some basic techniques (braces etc.). Enrico suggested to paddle out a little and “have a look”. We didn’t go very far. Going outwards was not too big a problem, but turning the kayak to go back to the small port was a real challenge! Thanks to Enrico’s instructions I succeeded to not capsize, but it was a narrow escape

On sunday I was convinced that would have been the last time on sea with the kayak (at least for this year), but Enrico managed to organize another trip with some of his friends on Tuesday evening. Tremendous sunset, I’ll probably remember it for a very long time…

Rapallo – San Fruttuoso e ritorno

Gestern eine sehr schoene Kajak-Tour, mit Enrico und Manuela von TiKayak und einer groesseren Gruppe von Italienern aus Genova und Triest, bei  – entgegen dem Wetterbericht des Vortages – wunderbarem Wetter:

http://www.umapper.com/maps/view/id/110710/

mit einer Kaffeepause im Hafen von Portofino, wo gleichzeitig mit uns eine grosse Hochzeitsgesellschaft landete (jedoch nicht mit Kajaks, sondern mit einer grossen weissen Yacht). Die Frauen (vermutlich Englaenderinnen) alle aufgetakelt. Wer allerdings die groessere Attraktion war, wir mit unseren Spritzdecken oder sie mit den Federboas, bleibe dahin gestellt.

Hier ein Bild von San Fruttuoso (ein wunderbarer Ort, aber im Sommer tagsueber voellig ueberlaufen):

San Fruttuoso

Am Schluss wurde (per GPS) festgestellt, dass wir insgesamt 26 km entlang der Kueste gepaddelt sind, bei leichtem bis mittlerem Wellengang eine ganz ordentliche Leistung. Insbesondere auch fuer mich, ich kannte ja das Meer vor dieser Reise eigentlich nicht, und schon gar nicht die besonderen Bedingungen an den ligurischen Kuesten.

Saturday: splendid tour on the Ligurian sea from Rapallo to San Fruttuoso and back with Enrico and Manuela (TravelinKayak). We had sun, not much wind and not (too) much waves. Interesting for me: even if the sea was more or less calm, the conditions werde different from Elba, where we also had calm sea most of the times. I think the conditions in this tour round Portofino depended on drifts, especially near the cliffs. We were a group of nine kayakers. Again very nice Italian people; the kayakers seem to be a special sample of population…

Un grande Grazie a tutti coloro che mi hanno accompagnato – e anche aiutato – su questo tour – è stato di nuovo una bellissima esperienza!

wieder auf dem Festland – Rueckblick Elba

Gestern habe ich mit meinem Auto, per Faehre, von Portoferraio nach Piombino uebergesetzt, zurueck auf den Kontinent, wie die Elbaner sagen. Zwar war das Packen und Einladen eher einfacher als auch schon – ich bin ja jetzt allein im Auto; aber der Abschied von Elba fiel mir richtig schwer. Dieser Abschied bedeutet ja auch, dass ich schon fast auf dem Heimweg bin. Zwar werde ich voraussichtlich erst am 24. September wieder zu Hause sein, aber jedenfalls ist nun deutlich mehr als Halbzeit der Italienreise. Immerhin werde ich am kommenden Wochenende nochmals auf dem Meer paddeln koennen. Aber anschliessend schmecken mein Kajak und ich fuer einige Zeit kein Meerwasser mehr. Einen solchen Urlaub im September werde ich wohl so schnell nicht wieder haben… Die vergangenen 12 Tage haben mir, in vielerlei Hinsicht, wunderbare Erfahrungen gebracht. Wir hatten Glueck mit dem Wetter: fast immer schien die Sonne, das Wasser in den verschiedenen Buchten hatte angenehme Temperaturen. Geregnet hat es nur zweimal kurz. Wind gab es immer wieder, vor allem Scirocco, aber nie so heftig, dass es mit dem Kajak richtig unangenehm gewesen waere. Paddeln konnte ich also jeden Tag, und es ging von Anfang an besser, als ich manchmal befuerchtet hatte. Immerhin bin ich ja bei Wellengang wirklich handicapiert, zudem ist mein leichtes Boot nicht unbedingt einfach zu fahren. Gaudenzio ist aber ein so hervorragender Kajaklehrer, dass ich mich immer wieder ohne Angst an meine Grenzen herantasten konnte. Zudem waren alle Leute in den Kursen und Exkursionen, die ich mitgemacht habe, Italiener und erst noch durchs Band sympathische, im Alter zwischen 30 und 65 Jahren. Ich habe aussergewoehnlich viele nette Bekanntschaften gemacht, mein Italienisch gepflegt, abends meist Antipasti und/oder Fisch unter freiem Himmel genossen (fast ausnahmslos gut bis sehr gut, und das bei absolut guenstigen Preisen).

                                     

pesce spada – grilled fish

 

 

 

Ich habe tatsaechlich mein Auto von der Ankunft im Hotel in Marciana Marina bis zur Abfahrt vom Hotel nicht einmal in Bewegung gesetzt. Und bin trotzdem an recht viele Orte auf Elba gekommen, sei das per Kajak, oder per Auto beim Transport zu den (drei) groesseren Exkursionen. Einmal hat uns Gaudenzio, im Anschluss an eine Kajaktour, noch nach Capoliveri gebracht, ein etwas erhoeht liegender Ort, von dem aus man eine fantastische Sicht aufs Meer hat.

piazza Capoliveri

view from Capoliveri

Ich habe also wahrend fast zwei Wochen, von morgens bis abends, nur gepaddelt, geschwommen, mich mit Italienern – aus verschiedenen Regionen (Roma, Firenze, Milano) – unterhalten und fein gegessen. Das Schlafen kam nicht zu kurz, allerdings etwas versetzt zum normalen Rhythmus, meist von Mitternacht bis kurz nach sieben Uhr. Dank der vielen Bewegung im und auf dem Wasser ging es mir auch koerperlich meist gut, jedenfalls besser als haeufig im Alltag; obwohl gewisse Dinge ja durchaus anstrengend und schweisstreibend waren, zum Beispiel das An- und Ausziehen der Kajakausruestung, das taegliche Ausspuelen der gesamten Ausruestung (Salzwasser) etc. Die Tage waren recht ausgefuellt, auch wenn ich ja in dieser Zeit nur selten und kurz Blog geschrieben habe, zum Leidwesen einiger Leser…

Nun bin ich fuer 2.5 Tage in Bibbona an der Costa Etrusca, in einem 4-Sterne Hotel. Eine schoene Gartenanlage, Zugang zu einem “privaten” Strandteil, einige wenige behindertengerechte Zimmer, hilfsbereites Personal – aber es ist unpersoenlicher als bisher, es hat viel weniger Italiener als bisher. Dafuer jede Menge Schweizer und Deutsche – ich muss gestehen, ich rede mit dem Personal nur Italienisch und gebe mich nicht jedem Schweizer gleich zu erkennen. Es geht gegen das Saisonende zu, das heisst ausser dem Hotel ist fast Alles geschlossen in der Umgebung. So habe ich gestern Abend das Nachtessen, per Halbpension, im grossen Speiserestaurant des Hotels zu mir genommen. In einem gewissen Sinn sogar amuesant, aber nicht wirklich angenehm. Es gibt doch wirklich (auch junge) Paare, die sich im Urlaub bei jeder Mahlzeit einfach anschweigen, und das Essen mit grimmiger Miene in sich hinein schaufeln… (Nachtrag: an einem solchen Ort bin ich, als Alleinreisende, vermutlich exotischer als in den Kajakkursen als Einbeinige!!) Dennoch:  die Halbpension (was ich eigentlich nicht so mag) ist in diesem Fall praktisch, ich muss abends nicht noch ein paar Ortschaften weiter fahren und ein Restaurant suchen…

Immerhin komme ich hier endlich wieder etwas zum Handbiken, auf den Landstrassen zwischen den Ortschaften ist das jetzt, wo die Hauptsaison vorbei ist,  ziemlich gut moeglich. Auch die Hitze haelt sich in Grenzen.

Der Strand hier ist uebrigens schoen, ein langer, nicht allzu breiter, Sandstrand mit recht feinem Sand (da ich ja nicht den Strand entlang laufen kann, bringt dies mir aber wenig). Das Wasser auf Elba war jedoch viel klarer (und interessanterweise auch weniger salzig).

beach Marina di Bibbona

For time reasons I’m not able to translate all the text above; let me just say that I’m back on the continent and that it really was not easy to leave the isle of Elba after these 12 fantastic days. I spent these days kayaking, swimming, making friends with a lot of nice Italian women and men, and last but not least, eating antipasti, pasta and fish….

My kayak skills (including the Eskimo roll) have clearly grown, thanks to Gaudenzio, who is an exceptional teacher. I hope to come back, as soon as possible, for some more kayaking!

Winde auf Elba

Wer (unter den Kajakern und Seglern) sich fuer die verschiedenen Winde auf und um Elba interessiert, findet gute Infos auf folgendem Link:

http://elbahome.de/assets/applets/windrose.swf

Following the link above you’ll find interesting informations about the winds around Elba.

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